✨ Auf einen Blick
- 7 Top-Spots : von der Maddalena im Norden bis zur Sella del Diavolo im Süden
- Beste Reisezeit : Mai bis Oktober, mit optimaler Sicht zwischen Juni und September
- Sichtweite : oft über 30 Meter dank Posidonia-Wiesen und geschützter Naturreservate
- Meeresfauna : Brassen, Zackenbarsche, Tintenfische, Muränen und manchmal sogar Delfine und Karettschildkröten
- Mit dem Boot : der einzige Weg, um die schönsten abgelegenen Calas wie Mariolu oder Goloritzé zu erreichen
Schnorcheln Sardinien : die zweitgrößte Mittelmeerinsel verbirgt eine der reichsten Unterwasserwelten Europas. Mit über 1.850 Kilometern Küste, mehreren Naturschutzgebieten und kristallklarem Wasser ist Sardinien ein echtes Paradies für Schnorchel-Fans.
Brassen, Zackenbarsche, Tintenfische, Muränen, Seenadeln und sogar Karettschildkröten erwarten Sie unter der Wasseroberfläche. Dank der Posidonia-Wiesen reicht die Sicht oft über 30 Meter weit – einzigartige Bedingungen im gesamten Mittelmeer.
In diesem Guide stellen wir Ihnen die 7 besten Spots zum Schnorcheln auf Sardinien vor. Vom geschützten La-Maddalena-Archipel bis zu den dramatischen Klippen des Golfo di Orosei – jeder Spot hat seinen eigenen Charakter.
1. La-Maddalena-Archipel (Nordosten)
Das La-Maddalena-Archipel ist ohne Zweifel der Nummer-eins-Spot zum Schnorcheln Sardinien. Dieser geschützte Nationalpark umfasst sieben Hauptinseln und unzählige Inselchen. Das Fischen ist verboten, und die Meeresfauna ist außergewöhnlich reich.
Die schönsten Spots liegen rund um die Inseln Spargi, Budelli, Razzoli und Santa Maria. Der Passo Cecca di Morto, eine Lagune zwischen Budelli und Santa Maria, ist der berühmteste Spot des Archipels. Türkisfarbenes Wasser, weißer Sand und unglaubliche Sichtweite – nur per Boot erreichbar.
⚓ Wichtig : Das Archipel ist Teil eines Nationalparks. Eine Genehmigung ist erforderlich, vor allem zum Ankern. Buchen Sie im Voraus oder mieten Sie ein Boot mit Skipper, der die Formalitäten kennt.

2. Capo Caccia und Alghero (Nordwesten)
Im regionalen Naturpark Porto Conte, wenige Kilometer von Alghero entfernt, liegen Cala del Bollo und Cala d’Inferno. Diese ruhigen Spots sind nur zu Fuß oder per Boot erreichbar. Felswände mit Schwämmen und roten Gorgonien beherbergen Schwärme von Zackenbarschen.
In der Nähe befindet sich die Grotta di Nereo, Europas größtes Meeresgrottennetz. Die Höhle ist ein Spot für erfahrene Taucher, aber an ruhigen Tagen kann man auch in flachen Bereichen schnorcheln.
❤️ Unser Favorit : Eine Bootstour kombinieren mit Delfinbeobachtung im Golf von Alghero – die Wahrscheinlichkeit liegt bei über 90 % in der Sommersaison.
3. Tavolara und Punta Coda Cavallo (Ostküste)
Südlich von Olbia liegt das geschützte Meeresreservat von Tavolara. Diese unbewohnte Insel taucht wie ein massiver Felsen aus dem Meer auf und beherbergt eines der intaktesten Meeresökosysteme Sardiniens.
Die Gewässer rund um Tavolara, Molara und Punta Coda Cavallo sind ein wahres Aquarium. Schnorchler beobachten häufig Brassen, Goldbrassen, Drachenköpfe und gelegentlich auch Karettschildkröten.

Cala Brandinchi, oft “Klein-Tahiti” genannt, liegt in der Nähe. Mit ihrem flachen, türkisfarbenen Wasser ist sie ideal für Familien und Schnorchel-Anfänger.
4. Golfo di Orosei: Cala Mariolu und Cala Goloritzé (Ostküste)
Der Golfo di Orosei beherbergt einige der ikonischsten Buchten Italiens. Cala Mariolu und Cala Goloritzé zählen zu den meistfotografierten Spots des Mittelmeers.
Cala Mariolu ist berühmt für ihre weißen Kieselsteine und ihr unwirklich klares Wasser. Sie schnorcheln dort zwischen Geißbrassen, Castagnole und – etwas tiefer – Zackenbarschen. Cala Goloritzé, ein Naturdenkmal seit 1993, ist über sandige und felsige Meeresgründe zugänglich, wo Hornhechte und kleine Goldbrassen-Schwärme leben.
⚓ Wichtig : Diese Buchten sind nur per Boot oder über lange Wanderwege erreichbar. Die meisten Besucher kommen mit einer Bootstour ab Cala Gonone oder Santa Maria Navarrese.

5. Capo Testa und Cala Spinosa (Nordküste)
Capo Testa ist eine Granit-Halbinsel mit wildem Charme bei Santa Teresa di Gallura. Cala Spinosa, einer ihrer versteckten Schätze, ist über einen kurzen Wanderweg erreichbar und bietet ein einzigartiges Schnorchel-Erlebnis.
Die felsigen Buchten und das smaragdfarbene Wasser schaffen eine traumhafte Kulisse. Unter Wasser entdecken Sie Castagnole, Krabben und gelegentlich kleine Tintenfische zwischen den charakteristischen Granitformationen.
Capo Testa ist auch ein hervorragender Ausgangspunkt für eine Bootstour zum La-Maddalena-Archipel oder zu den Inseln vor Korsika.

6. Villasimius und Capo Carbonara (Südosten)
Im Südosten Sardiniens liegt das Meeresreservat von Capo Carbonara, eines der reichsten Italiens. Die Gewässer rund um Villasimius sind kristallklar und beherbergen eine erstaunlich vielfältige Fauna – einschließlich tropischer Arten, die durch warme Strömungen angezogen werden.
Wenige hundert Meter von der Spiaggia di Simius entfernt liegt eine warme Strömung, beliebt bei farbenprächtigen Fischschwärmen. Im selben Gebiet finden Sie auch Spiaggia di Tuerredda, Spiaggia di Piscinnì und Cala Cipolla – drei weitere ausgezeichnete Schnorchel-Buchten.
❤️ Unser Favorit : Die kleine Kolonie grauer Drückerfische, die rund um das Felsriff lebt – eine in der Mittelmeerwelt seltene Begegnung.

7. Sella del Diavolo (Cagliari, Süden)
Eines der unerwartetsten Highlights des Schnorchelns auf Sardinien liegt mitten in der Hauptstadt: die Sella del Diavolo (“Teufelssattel”). Diese felsige Halbinsel trennt die berühmte Poetto-Strand von der Bucht von Calamosca.
Steile Klippen, kleine Höhlen und nur per Meer erreichbare Strände schaffen ein außergewöhnliches Schnorchel-Revier. Wenige Meter vom Ufer entfernt entdecken Sie kleine Muränen, Seezungen und Seesterne. Mit etwas Glück sehen Sie weiter draußen sogar Delfine.
In der Nähe befindet sich auch die Madonna del Naufrago, eine Unterwasser-Skulptur, die zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Süd-Sardiniens zählt.

⚠️ Tipp : Vermeiden Sie Wochenenden in der Hochsaison – viele Einheimische kommen dann, und die Sicht kann durch Bootsmotoren beeinträchtigt werden.
Warum Sardinien per Boot zum Schnorcheln entdecken?
Das Schnorcheln vom Strand aus ist toll, aber das Boot verändert alles. Sie entkommen den überfüllten Stränden mühelos und erreichen die schönsten Spots der Insel direkt vom Wasser aus.
Viele der besten Buchten – Cala Mariolu, Cala Goloritzé, Passo Cecca di Morto – sind ausschließlich per Boot zugänglich oder erfordern lange, beschwerliche Wanderungen. Katamarane bieten zudem große Stabilität und einen einfachen Wasserzugang. Motorboote ermöglichen es, mehrere Spots an einem Tag zu besuchen.
Mit Click&Boat mieten Sie ein Boot mit oder ohne Skipper auf Sardinien. Die ideale Möglichkeit, das wahre Schnorchel-Paradies der Insel zu entdecken – fernab der Massen.
FAQ
Was ist die beste Zeit zum Schnorcheln auf Sardinien?
Die ideale Saison erstreckt sich von Mai bis Oktober. Juni und September bieten das beste Verhältnis aus warmem Wasser, Sicht und Andrang. Im Juli und August erreicht das Wasser bis zu 26 °C, aber die Spots sind voller.
Brauche ich einen Neoprenanzug zum Schnorcheln auf Sardinien?
Im Sommer (Juni–September) nicht. Das Wasser erreicht 22–26 °C – Badekleidung reicht aus. Im Frühling und Herbst (16–20 °C) ist ein dünner Neoprenanzug empfehlenswert für längere Schnorchel-Sessions.
Welche Meereslebewesen kann ich beim Schnorcheln Sardinien entdecken?
Sie sehen häufig Brassen, Goldbrassen, Tintenfische, Muränen, Seesterne und Seeigel. In geschützten Reservaten wie La Maddalena oder Tavolara begegnen Sie auch Zackenbarschen und Drachenköpfen. Mit Glück sichten Sie Delfine und Karettschildkröten.
Ist Schnorcheln auf Sardinien für Anfänger geeignet?
Absolut. Viele Spots wie Cala Brandinchi, Cala Cipolla oder die geschützten Buchten von Villasimius haben flaches, ruhiges Wasser. Ideal für Familien und Erstschnorchler. Achten Sie auf lokale Strömungen und bleiben Sie in den geschützten Bereichen.
Brauche ich eine Genehmigung, um in den Naturreservaten zu schnorcheln?
Im La-Maddalena-Archipel und in Tavolara sind Genehmigungen erforderlich, vor allem zum Ankern. Diese erhalten Sie über die offiziellen Park-Behörden. Eine Bootsmiete mit Skipper vereinfacht alle Formalitäten.
Welches sind die besten Schnorchel-Spots, die nur per Boot erreichbar sind?
Cala Mariolu, Cala Goloritzé, Passo Cecca di Morto, die Inseln Spargi und Budelli sowie die Höhlen von Capo Caccia. Alle bieten ein einzigartiges Erlebnis fernab der Massen.
Welche Schnorchel-Ausrüstung sollte ich auf Sardinien mitbringen?
Eine Maske, ein Schnorchel und Flossen sind das Minimum. Wasserschuhe sind sehr empfehlenswert – die Strände sind oft kieselig oder felsig. Ein UV-Schutzshirt schützt bei langen Sessions im Sommer. Eine wasserfeste Kamera macht Ihre Erinnerungen unvergesslich.
Kann man Sardinien und Korsika in einem Schnorchel-Trip kombinieren?
Ja, die beiden Inseln sind nur durch die Straße von Bonifacio (rund 10 km) getrennt. Ab Capo Testa oder dem La-Maddalena-Archipel sind die südkorsischen Spots wie die Lavezzi-Inseln per Boot leicht erreichbar – ein echter Schnorchel-Paradies-Doppelpack.