Lebensrettung im Wasser

Bei einem Bootsausflug kann es auch unerwarteter Weise zu gefährlichen Situationen kommen. Somit ist es wichtig, dass jeder auf See weiß, was zu tun ist um ein Leben zu retten und einen Menschen aus dem Wasser zu ziehen. Denn schnell kann man in einer Situation sein, wo entweder jemand der eigenen Crew Hilfe im Wasser benötigt oder man jemanden Fremdes sichtet, welche Person schnelle Hilfe braucht. Mit ein wenig Vorbereitung und Übung kann man mindestens ein bisschen Hilfe leisten, welche schon lebensrettend sein kann in manchen Situationen. In diesem Beitrag möchten wir Ihnen einige Taktiken vorstellen, die in solchen Situationen hilfreich sein können. Wir möchten Sie trotz allem darauf hinweisen, dass die hundert prozentige Sicherheit nur gegeben ist, wenn man einen entsprechenden Kurs besucht hat. Lesen Sie auch welche Rettungsorganisation für das Wasser in welchem Land Einsatz hat.


Wer einen Menschen in Not sieht ist nach dem Strafgesetzbuch (StGB, § 323c) verpflichtet Hilfestellung zu leisten. Ausgeschlossen sind Personen, die entweder durch die Hilfeleistung ihre Aufsichtspflicht verletzen oder anhand körperlicher Gegebenheiten nicht fähig sind Hilfe zu leisten in der jeweiligen Situation. Als Notrufnummer gilt die 112 europaweit als Hilferuf. Dieser sollte immer getätigt werden, bevor zur Rettung ins Wasser geeilt wird. Trotz des Gesetzes besteht ein Eigenschutz, was bedeutet, dass ein Rettungsschwimmer sich nicht in eigene Lebensgefahr begeben sollte um ein anderes Leben zu retten. Solche Gefahren können Wellengang, Meeres-Gezeiten, Schiffgang, Schleusen und Baustellen darstellen. Eine weitere Gefahr beim Rettungsschwimmen besteht darin, dass der zu Rettende in so großer Panik ist, dass er sich an den Retter klammert und unter Wasser drückt. In solch einer Situation sollten Sie wissen, wie Sie sich zu verhalten haben. Dies bedeutet, dass Sie sich vor einer Rettung gut informiert haben sollten über die Taktiken und Gefahren bei einer Rettungsaktion.


Für Rettungs-Unerfahrene gibt es drei Taktiken ein Leben zu retten. Dabei ist nur die erste geeignet bei einem bewusstlosen Menschen, der im Wasser schwimmt. Grundsätzlich gilt, dass bewusstlose Personen möglichst nicht angehoben werden sollten aufgrund schlimmerer Verletzungen.

  1. Der Fesselschleppgriff

Dieser eignet sich für Personen, die in Panik sind, denn bei diesem Griff schwimmt man den Ertrinkenden von hinten an. Anschließend nimmt man seine eigene rechte Hand und greift über die Schulter nach der Linken, des Ertrinkenden. Diese zieht man zur Schulter hinauf und stabilisiert den Kopf mit der eigenen linken Hand. So können Sie die zu rettende Person auf dem Rücken aus dem Wasser ziehen.

  1. Der Achselschleppgriff

Bei diesem Griff schwimmen auch beide auf dem Rücken und der Retter greift von hinten unter oder vor die Achseln umso den ertrinkenden aus dem Wasser zu ziehen. Bei bewusstlosen Menschen ist dieser Griff nicht gut, da der Kopf keine Stabilität bekommt.

  1. Der Brust-Schulter-Schleppgriff

Dieser Schleppgriff greift den Betroffenen von hinten unter einen Arm und quer über die Brust zur Schulter. So kann der Retter sich in Seitenlage fortbewegen  und hat einen Arm frei zum Schwimmen. Auch dieser Griff ist nicht gut bei bewusstlosen Opfern.


Sobald Sie sich an Land befinden müssen Sie die Erste-Hilfe-Maßnahmen anwenden. Dabei wird zuerst überprüft ob der Ertrinkende atmet, was auf einen funktionierenden Kreislauf hindeutet. Ansonsten muss die Herz-Druck-Massage mit Beatmung angewandt werden. Die Massage wird 30 Mal wiederholt und anschließend 2 Mal beatmet. Dies ist ein immer folgender Ablauf bis der Rettungsdienst eintrifft.


In Kurzfassung nochmal der Ablauf bei einer Lebensrettung im Wasser:

  1. Notruf 112 betätigen
  2. Ins Wasser begeben, nur wenn keine Gefahr für einen selbst besteht.
  3. Bei einem Ertrinkenden der Panik hat oder welcher bewusstlos ist den Fesselschleppgriff anwenden. Leute die bei Bewusstsein sind können auch mit dem Achselschleppgriff oder Brust-Schulter-Schleppgriff herausgezogen werden.
  4. An Land die Atmung überprüfen.
  5. Bei Atemstillstand die Herz-Druck-Massage und Beatmung einleiten (30-2-30-2-…).
  6. Fortführen bis der Rettungsdienst eintrifft.


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