Welle ist nicht gleich Welle!

Haben Sie sich schon einmal über Wellen Gedanken gemacht? Klar, Wellen ordnen wir meistens den Meeren und größeren Gewässern zu. Auch im Bereich von Magnetfeldern, Elektromagnetfeldern und Schall spricht man von Wellen, aber die lassen wir hier mal Außen vor! Wir interessieren uns viel mehr für unsere Meere und Ozeane. Wellen bestimmen bei vielen Menschen Ihr ersten Erlebnisse auf See. Sei es auf der Fähre oder einer Yachtcharter. Es gibt große Unterschiede zwischen einer Yachtcharter im Mittelmeer oder auf Hoher See. Übelkeit und Unwohlsein sind nicht selten. Aber haben Sie schon einmal versucht eine Welle genau zu definieren? Natürlich reicht meistens die Beschreibung: Hohe Welle, kleine Welle oder ruhiger Wellengang. Für Segler und Surfer ist es aber oftmals ganz entscheidend welche genauen Arten von Wellen sie in bestimmten Gebieten zu erwarten haben. Lernen Sie hier Eigenschaften von den Arten von Wellen, deren Fachbegriffe bzw. deren Wirkung auf die Segelwelt kennen.

arten von wellen

Wie misst man die Höhe der Wellen?

Normalerweise heißt es “Maßband und Meterstab her und nachmessen”. Bei einer Welle gestaltet sich das aber natürlich schwierig. Generell werden alle Arten von Wellen in Drittel geteilt. Signifikant bei der Messung ist tatsächlich nur das obere Drittel einer Welle. Nun werden Sie sich Fragen wo liegt der Sinn im Messen eines Drittels und muss man nicht erstmal die ganze Welle messen, um sie dann in Drittel aufzuteilen? Nun der Punkt ist, dass man nicht nur eine Welle misst. Es werden mehrere Wellenhöhen gemessen und der Durchschnitt der Höhe im oberen Drittel der Wellen wird genommen um die generelle Wellenhöhe in einem Gebiet zu einer bestimmten Zeit zu definieren.

Wie entstehen Wellen? 

Nun der Anfang ist nur noch sehr einfach, natürlich durch Wind. Entscheidend für die Bildung verschieden hoher Wellen ist vor allem die Windstärke, aber es gibt noch weitere Faktoren des Windes, die den Wellengang beeinflussen. Die Fetch gibt an, wie lange der Wind auf die Wellen wirken kann. Daraus ist zu schließen, dass je länger die Strecke des Windes auf dem Wasser ist, desto höhere Wellen werden sich bilden. Auf einem Fluss ist die Wirkstrecke (die Fetch) zum Beispiel geringer als auf dem offenen Meer, deshalb bilden sich auf dem Fluss kleinere Wellen. Alle Wellen innerhalb eines Windfeldes nennt man auch Windsee. Der dritte Faktor in diesem Zusammenspiel der Naturelemente ist die Zeitdauer des Windes. 

Diejenigen Wellen, die nicht mehr im direkten Einflusses des Windes stehen, laufen außerhalb des Windsees aus. Diesen Vorgang nennt man Dünung.

Besonders interessant für Segler ist es, wenn sie sich am Rande eines Windsee befinden. Nehmen wir einmal an Sie befinden sich mit Ihrer Yacht am letzten Ende des Windfeldes und das Tiefdruckgebiet zieht weg. Der Wind lässt nach, aber aufgepasst! Es dauert bis zu 7 Stunden bis sich der Effekt des Windes auf die See vor Ihnen legt. So kann es gut sein, dass Sie bei nur wenig Wind mit extrem hohen Wellenhöhen konfrontiert sind. 

 

Ganz wilde Seeverhältnisse in denen Einem schnell mal schlecht werden kann entstehen, wenn sich zwei Windseen nebeneinander bilden, deren Winden aber aus verschiedenen Richtungen kommt. Die sogenannte Kreuzsee entsteht, wenn sich zwei Dünungen oder eine Dünung und ein Windsee mehr oder weniger im rechten Winkel aufeinander treffen. Das sind diejenigen Arten von Wellen, die man sich nicht wünscht. Erkennen kann man eine Kreuzsee daran, dass sich eine Welle auftürmt und am selben Ort wieder zusammenfällt. Je nach Höhe der Wellen steigt auch der Schwierigkeitsgrad eine Segelyacht dort durch zusteuern. Sollen Sie also eine Yachtcharter in unbekannten Gewässern planen, erkundigen Sie sich unbedingt zu Beginn über Wind- und Seeverhältnisse. 

Achtung vor der Grundsee 

Hier kommt es auf die Beschaffenheit des Meeresgrundes an. Der Wellengang wird von der Tiefe des Wassers beeinflusst. So kann es vor manchen Häfen zur sogenannten Grundsee kommen wenn der Wind zur Hafeneinfahrt steht. Nehmen wir einmal an die Wellen kommen in langen Bögen auf den Hafen zu. Unter Wasser steigt aber nur der Meeresgrund an. Dies lässt die Wellen sich in Richtung des flacheren Wassers aufsteilen bis sie sich irgendwann bricht. Der Abschnitt in dem sie sich aufsteilt nennt man Grundsee. Bei Sturm weiß ein erfahrener Segler, dass diese Wasserverhältnisse zu meiden hat.

Lesen Sie noch weiteres Wissenswertes zum Segeln in unserem Blog, 

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